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Das Alsterhaus —
Die Geschichte unseres Hauses

Als das Warenhaus Hermann Tietz am 24. April 1912 seine Türen öffnete, war es gleich stadtbekannt. Schon die alte Tietz-Filiale hatte die Hamburger mit ihrer Lichterpracht und ihrem umfangreichen Sortiment begeistert. Das neue Haus am Jungfernstieg war sogar noch spektakulärer. Es gab dort extravagante französische Hüte, maßgefertigte Kleider, Sonnenschirme aus reiner Seide, Orientteppiche, Bücher und vieles mehr. Außerdem traten Annehmlichkeiten in den Mittelpunkt, die den meisten Kunden bis dato unbekannt gewesen waren. Ihnen standen jetzt ein Erfrischungsraum, ein Schreibzimmer und ein Lesesaal zur Verfügung, außerdem eine überwältigende Lebensmittelabteilung mit Frischfleisch, Fluss- und Seefischen, Früchten und Delikatessen aus der ganzen Welt. Schnell wurde das Warenhaus Hermann Tietz so zu einer Institution. Seine hohen Qualitätsansprüche sollten Bestand haben – weit über das Jahr 1936 hinaus, in dem es den Namen »Alsterhaus« erhielt.

Obwohl die Architektur des Alsterhauses von beiden Weltkriegen nahezu unversehrt blieb, musste die jüdische Familie Tietz wie viele andere vor den Nazis ins Ausland fliehen. Systematisch war ihr Warenhaus von der Wirtschaftspolitik des NS-Regimes in den Ruin getrieben worden. Nach dem Krieg einigten sich die Erben mit dem neuen Besitzer des Hertie-Konzerns auf einen Vergleich. Das Alsterhaus profitierte vom Wirtschaftswunder der Fünfzigerjahre und gewann seine führende Position als gehobenes Warenhaus zurück. In den Sechzigerjahren vergrößerte sich die Verkaufsfläche auf 19.000 Quadratmeter; 1983 wurde die Innenarchitektur komplett umgestaltet. Die Feierlichkeiten zum 75. Jubiläum im Jahr 1987 waren gekrönt vom Besuch von Prince Charles und Lady Diana.

Kurz nach der Jahrtausendwende begannen die Planungen für einen weiteren Umbau des Hauses. Im November 2004 wurde die damit verbundene neue Fassade enthüllt, deren siebeneinhalb Meter hohe Fensterfront eine der höchsten in Deutschland ist. Ein Jahr später feierte das Alsterhaus zum zweiten Mal seine Wiedereröffnung. Seither entwickelt es sich als internationaler Departmentstore kontinuierlich weiter. Es präsentiert sich heute auf 24.000 Quadratmetern in einem exklusiven Ambiente aus historischer Bausubstanz und junger Innenarchitektur und erhält im Zuge der 2016 aufgenommenen Umbauarbeiten abermals eine grundlegend neue Struktur. Wie eh und je wird Gästen aus Nah und Fern die bewährte Mischung aus hochwertigen Produkten und zuvorkommendem Service geboten. Das Alsterhaus ist ein Stück Hamburg – seit mehr als einem Jahrhundert und in Zukunft.

Herbst 2017

Eröffnung des neuen Beauty-Departments im Erdgeschoss

2016

Beginn des mehrjährigen Umbaus; Eröffnung der neuen Accessories Hall im Erdgeschoss

2015

Übernahme der Mehrheitsverhältnisse der The KaDeWe Group durch die Central Group/La Rinascente mit 50,1 Prozent

2014

Übernahme der Mehrheitsverhältnisse der Karstadt Premium GmbH durch die Signa Holding GmbH rund um René Benko; Umbenennung der zugehörigen Häuser in »The KaDeWe Group«

24. April 2012

100. Jubiläum

2010

Übernahme des Karstadt-Konzerns durch die Nicolas Berggruen Holdings GmbH; Weiterentwicklung der Premium GmbH mit KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger

2009

Eröffnung des Food-Boulevards in der 4. Etage

2008

Eröffnung der Accessoires-Abteilung im Erdgeschoss

2007

Neugestaltung der Beauty-Abteilung im Erdgeschoss nach dem Vorbild des KaDeWe

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2006

Zusammenfassung der Karstadt-Häuser KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger in der Karstadt Premium GmbH

2005

Fertigstellung und Wiedereröffnung auf 24.000 Quadratmetern; Vorstellung internationaler Fashion-Marken

2003

Beschluss des Umbaus

1994

Übernahme des Hertie-Konzerns durch den Karstadt-Konzern

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24. April 1987

Besuch der Königlichen Hoheiten Prinz Charles und Lady Diana zum 75. Jubiläum

1983

Totalsanierung; Umbau für 50 Millionen D-Mark

1972

Erwerb des Dyckhoff-Hauses; Umbau und Vergrößerung auf 19.000 Quadratmeter Verkaufsfläche für 40 Millionen D-Mark

1948

Übernahme durch den Hertie-Konzern; Unternehmenseigentümer Georg Karg zieht ins Alsterhaus ein und organisiert von dort den Wiederaufbau von Hertie

1936

Firmensanierung und Umstrukturierung; Umbenennung in »Alsterhaus«

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1933

Zwangsverkauf des Hertie-Konzerns

24. April 1912

Neueröffnung als Warenhaus Hermann Tietz am Jungfernstieg 16–20

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